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Flucht und Integration

Insbesondere seit 2015 sind auch in der Vulkaneifel zahlreiche Menschen angekommen, die vor Gewalt, Krieg und Elend aus ihrer Heimat fliehen mussten.  Mit diesen Menschen wollen und können wir gemeinsam unsere Gesellschaft gestalten und für ein friedliches Miteinander von allen Menschen eintreten.

Das Bistum Trier hat mit dem "Willkommensnetz" einen eigenen Arbeitsbereich eingerichtet und dazu flächendeckend die Zusammenarbeit von Caritas und der Pastoral in den Dekanaten angeregt. Personell wird diese Zusammenarbeit im Landkreis Vulkaneifel deutlich durch das Tandem Maaike Thijs (Caritasverband) und Vanessa Lay (Pastoralreferentin). Auch in vielen Pfarreien sorgen Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam für Begegnungen, für konkrete Hilfe im Alltag, für ein gutes Miteinander und so für eine gelingende Integration.

  • Handwerkszeug zum Leiten interkultureller Gruppen

    Vier Teilnehmer*innen haben die „Gruppenleiterschulung Interkulturelle Vielfalt“ erfolgreich abgeschlossen

    Was ist eigentlich eine Gruppe und wie funktionieren Gruppen? Wie kann die  Gruppenleitung dazu beitragen, dass eine Gruppe gut arbeiten kann? Wie reagiert ein Gruppenleiter auf Konflikte innerhalb der Gruppe?

    Diesen und vielen anderen Fragen konnten die sieben Teilnehmer*innen bei fünf abendlichen Treffen unter Beachtung der Corona-Vorschriften in Gerolstein nachgehen. Unterstützt wurden sie dabei von Maaike Thijs, Natalie Hahn (beide Caritasverband Westeifel e.V.) und Vanessa Lay (Dekanat Vulkaneifel).

    Neben den Grundlagen zu Gruppenprozessen und erfolgreicher Gruppenleitung ging es auch um die Besonderheiten der interkulturellen Zusammenarbeit und um organisatorische Fragen rund um Werbung oder Räumlichkeiten. Mit abwechslungsreichen Methoden wurden die Themen praxisnah erarbeitet. Zum Ende der Schulung durften die Teilnehmer*innen das Erlernte direkt umsetzen: Sie entwarfen ein Konzept für ihre eigene Beispielgruppe, inklusive einem Flyer für die Werbung. Abschließend präsentierten sie ihre kreativen Ideen vor der Gruppe. Im Anschluss wurden bei einer kleinen Feier die Zertifikate überreicht.

    „Ich habe viel gelernt und Lust, noch weiter zu diesem Thema zu arbeiten. Und vielleicht werde ich bald auch eine eigene Gruppe starten!“ sagt Rouda, die ihre Gruppe: Arabische Sprache und Kultur“ vorstellte.

    Einige Teilnehmer*innen konnten durch Praktika, Ausbildungstermine oder weiterführende Sprachkurse leider nicht bis zum Ende dabei sein. Der Kurs soll im kommenden Jahr wiederholt werden.

    Durchgeführt wurde die Schulung im Rahmen des Projektes Integrationsförderung des Landkreises Vulkaneifel und des Willkommens-Netzes des Bistums Trier.

  • Petition zur Aufnahme von Flüchlingen in Rheinland-Pfalz

    Die Landesregierung Thüringens hat auf der Kabinettssitzung am 02. Juni die Aufnahme von bis zu 500 besonders schutzbedürftigen Personen aus den griechischen Lagern bis Ende 2022 beschlossen. Auch Hessen kündigte am 30.05. an, bis zu 100 unbegleitete Minderjährige aus griechischen Flüchtlingslagern aufnehmen zu wollen, wenn der Bund zustimmt.

    Unter der Adresse www.openpetition.de/!rlpnimmtauf besteht die Möglichkeit, die Forderungen online zu unterstützen. Unter der angegebenen Adresse stehen zudem Aufruf selbst und weitere Hintergrundinformationen zum Download bereit. Auf www.willkommens-netz.de finden Sie den Petitionstext und Hintergrundinformationen zur Petition.

  • 1. Gruppenleiterschulung Interkulturelle VIELFALT für Erwachsene

    Sie würden sich gerne öfter mit anderen Menschen treffen? Neue Leute kennen lernen? Mit anderen zu bestimmten Fragestellungen oder Themen arbeiten? Sich gemeinsam mit anderen für Ihre Interessen einsetzen? Sich in Ihrem Dorf/Ihrer Stadt engagieren?

    Es gibt aber keine Gruppe in Ihrer Nähe, zu der Sie gehen können oder wollen?

    Dann werden Sie aktiv und gründen selber eine Gruppe!

    Wie das geht? Das erfahren Sie in der

    Gruppenleiterschulung „Interkulturelle VIELFALT“!

    Worum geht es?

    Gemeinsam in der Gruppe lernen Sie, wie Gruppen funktionieren und wie Sie eine Gruppe gut leiten können. Sie erfahren, worauf Sie achten müssen, damit sich alle wohl fühlen und gerne kommen. Es gibt zum Beispiel Handwerkszeug, um einen guten Anfang zu gestalten. Es gibt Informationen, welche Arten von Leitung und welche Arten von Gruppen es gibt. Es gibt Tipps, wie man mit Streit und Konflikten in einer Gruppe umgehen kann und vieles mehr.

    Wegen der Pandemie findet die Schulung zunächst online statt. Es gibt eine WhatsApp-Gruppe und zunächst zwei Videokonferenzen. Dafür brauchen Sie ein Handy oder einen PC, an dem Sie teilnehmen können. Gegen Ende der Sommerferien wollen wir uns gerne auch mit Ihnen treffen. Es hängt dann von der aktuellen Situation ab, ob das geht, ansonsten gibt es wieder Videokonferenzen.

    Zwischen den Terminen werden wir Aufgaben stellen, die Sie von zuhause aus bearbeiten können.

    Die Termine:

    30.06.                                 Start der Gruppe über WhatsApp

    09.07. 17.00-19.00 Uhr      Videokonferenz 1

    22.07. 17.00-19.00 Uhr      Videokonferenz 2

    29.07. 17.00-20.00 Uhr      1. Treffen in Gerolstein (oder Videokonferenz)

    05.08. 17.00-20.00 Uhr      2. Treffen in Gerolstein (oder Videokonferenz)

    02.09.                                 Abschlusstreffen in Gerolstein (Uhrzeit wird noch festgelegt)

    Leitung:

    Maaike Thijs und Natalie Hahn, Caritas Migrationsdienst

    Vanessa Lay, Dekanat Vulkaneifel       

     

    Kontakt und Information:

    Maaike Thijs

    Mehrener Straße 1  54550 Daun                                   

    06592 9573 0     m.thijs(at)caritas-westeifel.de

     

    Kosten: keine

  • Deutscher Caritasverband gegen Abschiebungen nach Afghanistan

    In einem Anfang Juli veröffentlichten Positionspapier kritisiert der Deutsche Caritasverband die Abschiebepraxis nach Afghanistan.

    Der Caritasverband hält es für "äußerst fraglich, ob eine gesicherte abschließende Einschätzung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder die Verwaltungsgerichte angesichts der derzeitigen Situation in Afghanistan möglich ist."

    Vor diesem Hintergrund seien Abschiebungen nach Afghanistan aus Sicht des Deutschen Caritasverbandes derzeit nicht zu verantworten.

    Deswegen fordert der Verband eine bundesweite Aussetzung der Abschiebungen nach Afghanistan, solange eine Rückkehr in Sicherheit und Würde nicht gewährleistet ist.

    Außerdem sollten auch Abschiebungen in Drittstaaten (nach Dublin III) ausgesetzt werden, wenn von dort eine weitere Abschiebung nach Afghanistan droht.

    Das gesamte Papier zum Nachlesen finden Sie hier.

  • Herausforderung Integration

    Integration ist kein überschaubares Projekt sondern braucht einen langen Atem. Das haben haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Flüchtlingsarbeit schon lange geahnt.

     

    Bei einem Vortrag vor MitarbeiterInnen aus Caritas und Pastoral bestätigte Prof. Dr. Filsinger von der HTW Saar aus sozialwissenschaftlicher Sicht, dass Integration ein schwer zu definierender Begriff sei und dass es noch schwerer sei, den Prozess der Integration vorherzusagen.

    Drei wichtige Bausteine für das Gefühl, integriert zu sein, sind:

     

    WOHNUNG       ARBEIT (existenzsichernd und sinnstiftend)       SOZIALES UMFELD

     

    Jeder, der schon einmal umgezogen ist, kann das sicher gut nachvollziehen!

    Unabhängig von diesen drei Faktoren kann Integration dann aber sehr unterschiedlich aussehen. Jeder von uns setzt schließlich auch andere Prioritäten: kocht anders, hört andere Musik und lebt in anderen sozialen Bezügen! Dies gilt es in vielen Bereichen auch zu akzeptieren. In den meisten Fällen kommen wir mit dieser schon heute sehr großen Vielfalt in unserer Gesellschaft ja auch gut zurecht.

    Manchmal haben wir aber auch das Gefühl, dass genau das nicht klappt und dass die Gesellschaft mit ihrer immer größeren Vielfalt auseinanderbricht.

    Bleibt also die Frage: Was hält eine so vielfältige Gesellschaft denn zusammen? Eine uns alle verbindende „Wir-Identität“ gibt es doch schon lange nicht mehr, höchstens mal kurzfristig zur Fussball-WM. Aber braucht es diese denn überhaupt? Ist nicht jeder von uns Teil von ganz verschiedenen, vielfältigen Wir-Gruppen?

    Vielleicht könnte der Zusammenhalt in einer Gesellschaft genau dadurch entstehen, dass wir mit all unserer Vielfalt im Gespräch bleiben. Auch streiten und diskutieren sind Formen, im Gespräch, in Kontakt zu bleiben. Und Beziehungen ohne Spannungen hat es noch nie gegeben, das kann jeder aus seinen Erfahrungen mit Freunden oder aus der Partnerschaft bestätigen! Gefährlich wird es aber, wenn einzelne Gruppen in der Gesellschaft das Gefühl haben, nicht mehr mitreden zu können, nicht gefragt zu werden, nicht beteiligt zu sein. Oder aber, wenn Menschen irgendwann jede Diskussion und jedes Gespräch verweigern. Dann wird ein friedliches Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft wirklich schwer.

    Viel reden, viel diskutieren, sich auseinandersetzen - das klingt anstrengend. „Vielfalt tut gut“ (Motto der Interkulturellen Woche) ist eben nur die halbe Wahrheit – die andere Hälfte heißt: Vielfalt ist auch Arbeit, aber eine schöne!

    Dass wir manchmal mehr gemeinsam haben, als wir denken, zeigt dieser schöne Werbe-Spot aus Dänemark… https://www.youtube.com/watch?v=i1AjvFjVXUg

  • Weitere Informationen

    • Informationen zum Willkommensnetzwerk des Bistums Trier finden Sie hier!
    • Wichtige Kontakte zum Thema im Landkreis Vulkaneifel erhalten Sie hier!
    • "Was erledige ich wo?" – den Wegweiser des Landkreises gibt's hier!
    • Fragen und Antworten zum Thema Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz erhalten Sie hier
    • Ideen für Impulse für die Gemeindearbeit, für die Begegnung von Gemeinde und Flüchtlingen, für Gebete für und mit Flüchtlingen finden Sie hier!

Fragen oder Anregungen?

Ihre Ansprechpartnerin

Pastoralreferentin Vanessa Lay

Telefon: 06592 9825513

Email: vanessa.lay(at)bistum-trier.de