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Halt! Inne!

Seit der Adventszeit 2020 bietet das Dekanat zu den geprägten Zeiten wie Advent und der Fastenzeit, sowie über den Sommer verteilt "mitten in der Woche" (Mitt-wochs) vor der Weinfelder Kapelle 15 Minuten zum Innehalten an. Herzliche Einladung dazu!

15 Minuten raus aus dem Alltag

15 Minuten für Gebet, Impuls, Meditation oder Musik

15 Minuten für die Schöpfung

15 Minuten für sich selbst

15 Minuten für Gott

15 Minuten nur, die einfach gut tun (können)!

Halt! Inne! - von Mai bis Oktober 2021

Herzliche Einladung zu unserem 15-minütigen Mittwochs-Impuls "Halt! Inne! an der Weinfelder Kapelle, der in den Sommermonaten fortgesetzt wird. Wir treffen uns dann jedoch "nur" einmal im Monat, jeweils am 2. Mittwoch - von Mai bis Oktober - um 18 Uhr, wie gewohnt draußen vor dem Friedhof!

Wir starten am 12. Mai! Die weiteren Termine: 9. Juni, 14. Juli, 11. August, 8. September und 13. Oktober!

Bitte bringen Sie der Möglichkeit nach Ihre Kontaktdaten mit. Es gelten weiterhin die jeweils gültigen Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln (medizinische Mund-/Nasenschutz).

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Impulse zum nachlesen

  • Impuls vom 17. März 2021

    Regeln! Viele Regeln gibt es in unserem Leben – ob im privaten oder öffentlichen Leben. Und ich finde das gut! Denn ansonsten würde einfach vieles im Chaos enden.

    Schon Aristoles schreibt in seiner politeia (Buch zur Politik), dass für ein gutes und gelingendes Zusammenleben der Menschen Gesetze nötig sind, die das Zusammenleben regeln. Dabei sagt er, dass die Gesetze der Gesellschaft und so auch dem Menschen dienen sollen, damit der Einzelne letztlich das höchste Gut – eine gelingendes Leben – die Glückseligkeit erreichen kann.

    Gesetze dienen also der Gesellschaft, damit jeder ein gutes Leben führen kann. Dem würden wir wohl nicht widerstreiten, wenn wir an die vielen Bereiche unseres Lebens denken, die vom Staate her durch Gesetze oder andere Regelungen „geregelt“ werden. Andersherum würde doch das reine Chaos ausbrechen, wenn jeder mit seinem Auto so fährt wie er gerade will; wenn jeder ins Impfzentrum fährt, um sich impfen zu lassen, wenn es ihm gerade beliebt. Gesetze haben also meistens echt etwas Gutes.

    Vielleicht geben wir uns ja auch im privaten Bereich Regeln, die es uns leichter machen, uns gut zu fühlen? Der strikte Tagesablauf, Wochenplan… jeden Dienstag und Donnerstag Fitnessstudio, jeden Mittwoch und Freitag dies und jeden Montag das. Ich achte z.B. derzeit streng darauf, was und wieviel ich esse… es hilft mir, doch es ist mitunter auch mühsam. Ich gebe zu, ich bin eher ein strukturierter Mensch (ok – mein Schreibtisch würde etwas anderes sagen), aber ich mag es, wenn alles nach einem Plan geht. Man kann sich besser einstellen und darauf irgendwie auch verlassen. Auf den Keks geht es mir, wenn sich die Bauarbeiter gegenüber so gar nicht an Ruhezeiten halten oder Mitbewohner des Mehrfamilienhauses - in dem ich wohne meinen -, jeden Abend bis spät in die Nacht Party machen. Wenn jeder macht, was er will, wo kommen wir dahin? Regeln dienen also dem Wohl aller, darum sind sie einzuhalten!!!

    Und doch: es geht manchmal anders – bzw. es muss anders gehen – dann wenn diese Regeln nicht mehr dem Menschen dienen, ja sich sogar gegen ihn wenden, weil sie – auch von Menschen – verabsolutiert wurden.

    Die Ehebrecherin vor gut 2000 Jahren! Nach Recht und Gesetz war es richtig, dass sie gesteinigt wurde. Und doch gab es da einen, der dem rechtmäßigen Treiben Einhalt gebot. Er sagte, „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!“ Jesus prangerte ein Gesetz an, weil es nicht dem Wohl aller Menschen diente, weil es Frauen diskriminierte, weil es Menschenfeindlich war. Auch weil es nicht alle Menschen als gleich ansah. Und doch war es das Gesetz. Diejenigen, die Steine warfen, taten nichts Unrechtmäßiges!

    Der Zöllner Zachäus war aufgrund seines Jobs nicht sehr angesehen in Jericho, er war – könnte man sagen – ausgestoßen. Doch Jesus sprach ihn an und – für die Dabeistehenden noch viel schlimmer – er kehrte sogar bei ihm ein. Das war gegen jede Regel, was Jesus da tat.

    Immer wieder zeigt Jesus, dass vieles anders geht! Warum ist er letztlich überall auch auf viel Ablehnung gestoßen? Weil er das Gewohnte, die gesellschaftlichen Regeln, die Gesetze in Frage stellte, weil er die Gesetze und alles daraufhin hinterfragte, ob es dem Menschen dient!

    Es geht anders! Wir können und sollen immer wieder das Bestehende hinterfragen, ob es noch aktuell, noch dienlich dem Menschen und dem Allgemeinwohl ist.

    Gerade das täte übrigens der Kirche derzeit auch ganz gut! Sich nicht hinter dem kirchlichen Gesetzbuch zu verschanzen und jedwede mögliche Erneuerung abzulehnen, weil es zum einen das kirchliche Gesetz verbietet, oder irgendein Papst irgendwann einmal so oder so entschieden hat. Jesus Christus, der der Stifter unserer Kirche ist, hat zur Genüge gezeigt, dass Gesetze dem Menschen zu dienen haben und sie daher hinterfragt werden müssen! Ich bin jedenfalls der festen Überzeugung, dass Jesus es nicht ablehnen würde, zwei sich liebende Menschen zu segnen, wenn sie heute zu ihm kommen könnten. Wenn sich Kirche wieder mehr an Jesus Christus orientieren würde, statt nur auf sich selbst zu schauen und den eigenen Machterhalt im Blick zu haben, gäbe es große Chancen der Erneuerung in allen Bereichen.

    Jesus Christus hat es vorgemacht, warum hatte er denn dauernd Stress mit den Pharisäern? Warum ist er letztendlich ans Kreuz geschlagen worden? Weil er Bestehendes in Frage gestellt hat, wenn es nicht dem Menschen dienlich war. Weil die Hohen Priester Angst vor Machtverlust hatten. An dieser Stelle empfehle ich die Lektüre von Mt 23. Diese Stelle ist hart, aber wer es mit Ruhe liest und bedenkt, wird vieles an Aktualität darin wiederfinden.

    Jesus Christus ist seinen Weg mit aller Konsequenz gegangen. Er hat gezeigt, dass es anders geht! Dafür ist er mit seinem Leben eingestanden!

    Es geht anders! – Wenn wir wollen und nachdenken!

  • Impuls vom 3. März 2021

    Ein heißgeliebtes und oft benutztes Schlag-Wort in den letzten Jahren (und wahrscheinlich auch noch in den kommenden Jahren) in unserem Bistum ist der PERSPEKTIVWECHSEL! Die Bistum bzw. die Bistumssynode fordert derer sogar 4 an der Zahl hinsichtlich des künftigen pastoralen und kirchlichen Handelns in unserem Bistum. 

    Ohne darauf nun näher eingehen zu wollen, finde ich diesen Begriff hinsichtlich unseres Themas “Es geht anders!” doch geradezu mega passend. Was sagt der Begriff? Wechsele Du doch einmal die Perspektive! Betrachte Dir die Dinge, das Gewohnte doch einmal von der anderen Seite! Es geht nämlich - meistens - anders!

    Seit fast 1 Jahr leben wir nun schon in einer besonderen Zeit - die Corona-Pandemie bestimmt unser Leben. Leider! Vieles Selbstverständliche ist nicht mehr selbstverständlich - ja derzeit sogar verboten. Shoppen gehen - geht nicht bzw. ab dieser Woche tlw., aber nur mit Termin. Der Friseur wird nach über 10 Wochen heiß ersehnt. Freies Reisen ist nicht möglich, ungezwungen unsere Lieben zu treffen schon gar nicht. Wir erleben Einschränkungen, die wir so nicht kennen. Es ist ohne Zweifel eine verdammt schwere, ja harte Zeit für uns alle. Die Angst vor diesem Virus bestimmt unser Leben. Die Trauer um die Toten ist unermesslich! Und das Schlimmste - wie ich finde: eine richtige Lösung, einen richtigen Umgang mit all den Problemen gibt es nicht.

    All dies ist  persönlich, gesellschaftlich, wie auch wirtschaftlich mit großen Herausforderungen verbunden. Der eine kommt besser damit zurecht, der nächste vielleicht schlechter. 

    Dennoch möchte ich trotz all dem Traurigen, Tristen, Beklemmenden aufrufen und ermuntern, auch und gerade jetzt immer einmal einen Perspektivwechsel zu wagen! Gibt es vielleicht auch etwas Gutes in dieser Zeit? 

    • Wir werden erfindungsreicher, was die Überwindung der persönlichen Nähe angeht: Neue Formen der Begrüßung, Video-Konferenzen; Geburtstagsparty per Video-Konferenz; der monatliche Kochabend nun halt per Video; das Currywurst-Festival per Video. 
    • Was brauche ich wirklich an neuen Klamotten oder Technik o.ä. - habe ich das wirklich vermisst? Was brauche ich wirklich zum Leben?
    • Video-Konferenzen ermöglichen weniger Autofahrten - was auch der Umwelt zu Gute kommt.
    • mehr Zeit haben, die Natur zu entdecken! Was vorher mitunter gar nicht mehr wertgeschätzt wurde, weil wir so im Alltags-Stress gefangen waren. Die Zeit mit einem Familien-Mitglied, einem/einer Freundin ganz anders genießen! Begegnung ist eben nicht selbstverständlich, sondern etwas Besonderes.
    • mehr Zeit für sich selbst haben!
    • Lebensmittel, Natur, Garten, Freiheit, raus gehen zu können - all das neu schätzen lernen.
    • Die Technik hat auch Vorteile!

    Ich kann diese ganze Corona-Zeit nur negativ sehen! Vieles ist auch nicht schön - keine Frage. Aber wenn ich es nur negativ sehe, hilft es mir letztlich auch nicht weiter und führt mich eher noch in psychische Problematiken. Daher ist es meiner Meinung nach vielleicht hilfreich, einmal zu versuchen, alles auch aus der anderen Perspektive zu betrachten. Es wird vielleicht nicht immer gelingen, aber vielleicht werden wir doch so manches dann gar nicht mehr so negativ sehen, ja vielleicht werden wir manches Positive aus dieser Zeit für uns selbst mitnehmen können. Und wenn es nur, das viel gesündere Essen oder der tägliche Spaziergang ist, statt vorher Fast Food oder die Couch. Aber vielleicht, ja bestimmt sogar gibt es da bei jedem Einzelnen noch viel mehr zu entdecken...

    Hin und wieder ein Perspektivwechsel - das kann sich lohnen und macht manches vielleicht erträglicher!

    Denn: Es ist ja irgendwie doch ein Unterschied, ob das Glas halb leer ist, oder halb voll! 

     

    Ein Wanderer fragt einen Schäfer: Wie wird das Wetter heute?

    Der Schäfer antwortet: So, wie ich es gerne habe.

    Der Wanderer: Woher wißt Ihr, dass das Wetter so sein wird, wie Ihr es liebt?

    Antwort der Schäfers: Ich habe die Erfahrung gemacht, mein Freund, dass ich nicht immer das bekommen kann, was ich möchte. Also habe ich gelernt, immer das zu mögen, was ich bekomme. Deshalb bin ich ganz sicher: Das Wetter wird heute so sein, wie ich es mag.

    (Anthony de Mello)
     

  • Impuls vom 23. Dezember 2020

    Sprecher A:

    Macht hoch die Tür, die Tor macht weit! Unserer Erwartung gleich, kommt bald der Herr, der Herrlichkeit!!Er ist nämlich ein König, höher als alles Könige! Er ist der Heiland, der Retter der ganzen Welt! Entsprechend erwarten wir ihn voller Macht und Stärke, Größe und Reichtum - wie es sich für einen König halt gehört! Wir erwarten ihn voller Freude, denn er wird uns retten, uns Heil schenken und und groß machen!

     

    Sprecher B:

    Moment mal! Welche Erwartungen hast Du da? Ich glaube, da wirst Du aber ganz schön enttäuscht werden. Ein König? Größer als alle Könige? Dass ich nicht lache.. Da in Bethlehem, da wird wird nur ein Kind geboren. Ein klitzekleines Baby. Und dazu auch gar nicht in einem Palast, sondern in einer Ecke eines Stalls, in dem ansonsten irgendwelche Viecher untergebracht sind. Entsprechend wird es da aussehen… dreckig, strohig und vielleicht stinkt es auch noch. Also nix mit König etc… Und wie soll ein Kind der Heiland sein? Überschütte doch dieses Kind nicht mit solch überzogenen Erwartungen...

     

    Sprecher C:

    Streitet Euch nicht! Ihr habt beide nicht ganz unrecht. Es wird uns in der Tat der Heiland oder auch wenn ihr so wollt ein König geboren dort in dem Stall in Bethlehem! Aber ein sozusagen ein König der Gegensätze, denn sein Zepter ist nicht aus Gold, sondern ist Barmherzigkeit. 

    Er braucht keinen Reichtum, kein irdisches Reich und keine Macht, die auf Waffen gründet, sondern er gründet sein Reich auf andere Werte - nämlich auf Liebe, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Hilfsbereitschaft. Dieser König wird uns eine einfache Regel für das Zusammenleben geben - wir nennen sie heute die Goldene Regel:  Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!  Denkt hier doch einmal an das Vaterunser, wo es u.a. heißt: Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern! Dieser König nimmt uns ernst und überträgt uns auch Verantwortung - Verantwortung für ein gelingendes Miteinander.

    Das ganz Besondere an dem Königtum Jesu, dieses kleinen noch so unschuldigen Kindes wird sein, dass er unser Leben lebt. Hineingeboren in eine ganz und gar nicht romantische, heile Welt. Nicht entrückt mit einem goldenen Löffel im Mund aufwächst. Er wird die Alltäglichkeit des Lebens in Nazareth erfahren, mit all seinen Freuden, aber auch Mühsalen. Nein - dieses Kind, dieser Mensch Jesus lebt unser Leben - er wird Unverständnis, Abweisung, Fremdheit, Heimatlosigkeit erfahren - genauso wie (Todes-)Angst und Verzweifelung - auch an seinem Vater, an Gott. Nichts Menschliches wird ihm fremd bleiben. Und das ist doch letztlich das Ungeheure an Weihnachten: Gott wird Mensch! - Einen größeren Liebesbeweis Gottes an uns Menschen kann es doch gar nicht geben. Er wird Mensch und thront eben nicht entrückt von uns irgendwo. Er stellt sich an unsere Seite und zeigt damit, sein Interesse, seine Liebe zu uns. Seine Menschwerdung und sein Menschsein zeigt uns unüberbietbar, wie wertvoll für Gott jeder Mensch ist, wie wertvoll jeder von uns ist und wie wertvoll ich bin. Denn wir alle sein seine Geschöpfe! 

    Die Menschwerdung Gottes ist daher Gottes Weihnachtsgeschenk an uns. Freuen wir uns und feiern wir es also!

  • Impuls vom 16. Dezember 2020

    Diejenigen von Ihnen, die beim letzten und/oder auch beim vorletzten Mal bereits dabei waren, wissen bereits, dass es in unseren Impulsen um das adventliche Thema „Erwartung“ geht.

    So auch heute. Dabei möchte ich Ihre Gedanken auf IHN, auf denjenigen lenken, dessen Menschwerdung wir erwarten - auf Gott - und Sie einladen, einmal in sich nachzuspüren,

    Welche Erwartung Sie an Gott hegen?

    Was ist Ihnen in Bezug auf wichtig?

    Was erwarten Sie von Gott?

    Wie soll er sein?

    Wie nicht?

    Wie sieht Ihr Gott aus?

    Welches Bild haben Sie von ihm?

    Welche Eigenschaften hat er für Sie?

    Was kann er alles?

    Was darf er alles?

    Was darf er nicht?

    Ist er Vater?

    Mutter?

    Ist er der Allmächtige?

    Der Lenker?

    Schalter und Walter?

    Bestimmt er alles? 

    Wählt er aus, wer leben darf und wer sterben muss?

    Ist er der Liebe Gott?

    Oder doch der strafende Gott?

    Ist er nicht eher der liebende Gott?

    Ist der der Schöpfer?

    Noch viele weitere solcher Fragen können wir uns stellen – doch immer nur können wir uns unserem Gottesbild und damit IHM annähern.

    Dabei gibt ER selbst uns eine Antwort auf die Frage, was wir von IHM / von Gott erwarten können: Er sagt von sich selbst: „Ich bin der ‚ich bin da‘! Das ist mein Name für immer und so wird man mich nennen in allen Generationen" (EX 3, 14f)! -

    Gott ist der, der da ist;

    der, der immer da ist – an unserer Seite, in unserem Leben!

    Das ist es, was wir von Gott erwarten können und dürfen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!


Fragen oder Anregungen?

Ihr Ansprechpartner

Dekanat Vulkaneifel

Telefon: 06592 982550

Email: dekanat.vulkaneifel(at)bistum-trier.de